Der Spiegel der Sachsen

Der Sachsenspiegel ist das bedeutendste und, gemeinsam mit dem Mühlhäuser Reichsrechtsbuch, das älteste Rechtsbuch des deutschen Mittelalters. Zugleich ist er die erste in mittelniederdeutscher Sprache verfasste Prosaliteratur.

Der Sachsenspiegel umfasst zwei Rechtsbereiche, das Landrecht und das Lehnrecht:

  1. Das Landrecht ist das Recht der freien Leute einschließlich des Bauern. Es regelt Grundstücksangelegenheiten, Erbschaftssachen, den Ehestand, die Güterverteilung und Nachbarschaftsangelegenheiten. Es umfasst zudem Strafrecht und die Gerichtsverfassung.
  2. Das Lehnrecht regelt die Verhältnisse zwischen den Ständen im Land, beispielsweise die Wahl von Kaisern und Königen, Lehnspflichten usw. Man kann es mit dem heutigen Verfassungsrecht vergleichen.

Der Sachsenspiegel ist in vier teils vergoldeten Bilderhandschriften (Dresdner, Heidelberger, Oldenburger und Wolfenbütteler Bilderhandschrift) sowie insgesamt 435 Handschriften (341 Landrecht, 94 Lehnrecht) und Fragmenten überliefert.

Bild: Oldenburger Bilderhandschrift, zu sehen an einer Hauswand in Reppichau.
Text: Auszug aus Wikipedia-Artikel zum Sachsenspiegel.


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